Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage!

Aus Anlass unseres 50-Jahr-Jubiläums kontaktierten wir ehemalige Schülerinnen und Schüler unserer Schule mit der Bitte, aus ihrem Leben und dem Werdegang nach der Hauptschule zu berichten. Wir freuten uns über die Rückmeldungen und über die Erlaubnis, diese Geschichten auf die Homepage zu stellen.

Monatlich wird hier nun immer eine dieser Erfolgsgeschichten veröffentlicht!


 

JOSEF DENKMAYR

 

Geboren 1963, Wohnort Stiftung 19, Reichenthal

 

 

Besuch der Hauptschule Reichenthal:
1973 bis 1977

Aufgrund sehr guter Schulnoten wurde mir dringend der Besuch des Gymnasiums in Bad Leonfelden nahegelegt. Ich hatte jedoch schon den Beschluss gefasst, diplomierter Krankenpfleger zu werden. Dazu brauchte man damals keine Matura.

 Daher Polytechnischer Lehrgang in Bad Leonfelden.

 Anschließend Besuch der Krankenpflegeschule der Barmherzigen Schwestern in Linz und Abschluss mit dem Diplom.

 Danach Pflegetätigkeit bei den Barmherzigen Schwestern auf der Cardiologie.

Ausbildung zum Lehrpfleger und Unterrichtstätigkeit an der dortigen Krankenpflegeschule.

Insgesamt war ich 10 Jahre in der Pflege tätig.

Studienberechtigungsprüfung in Salzburg für die Zulassung zum Studium der Theologie.

Erster Studienabschnitt in Linz – neben meiner beruflichen Tätigkeit.

 1991 Eintritt in den Orden der Steyler Missionare in Mödling bei Wien.

Abschluss meines Theologiestudiums und 1996 Priesterweihe

Danach 6 Jahre Tätigkeit als Missionar in Ghana – Westafrika

Wirkungsbereiche dort:

Leitung einer großen Pfarre: Durchmesser 80 km, neben der Hauptstation 40 Aussenstationen

Leitung der pfarreigenen Schulen, vom Kindergarten bis Gymnasium

Mithilfe bei einer Buschklinik

Aufbau einer Lehrlingsausbildung für Mädchen (Schneiderei) und Burschen (Tischlerei)

 

2001 Rückkehr nach Österreich 

7 Jahre Pfarrer in einer Pfarre in Mödling bei Wien

Ausbildung zum diplomierten Lebens- und Sozialberaters

6 Jahre Leitung unserer Ordensgemeinschaft als Provinzial

Derzeit schon das sechste Jahr Pfarrer in Wiener Neudorf (bei Mödling)

 Auf ein abwechslungsreiches, schönes und erfülltes Leben darf ich schon zurückblicken. Viele verschiedene Aufgaben und Erfahrungen gab es bisher. Keine von ihnen möchte ich missen.

 

Ich denke öfter an meine Schulzeit in Reichenthal.

Ich bin überzeugt, dass ich von meinem Elternhaus und auch von der Schule viele gute Anregungen und das Werkzeug für mein späteres Leben erhalten habe.

 Immer werden neue Herausforderungen kommen. Darauf freue ich mich.


Anton Pichler (geb. 1972)

 Bäckermeister aus Leidenschaft


 

 Schulischer Werdegang:            Volksschule Reichenthal

Hauptschule Reichenthal

Damaliger Berufswunsch: Rauchfangkehrer

Da ich die zugesagte Lehrstelle doch nicht bekam, erkundigte ich mich beim Arbeitsamt Linz, welche Berufe auch noch interessant für mich wären. Mein Betreuer zählte einige Berufe auf – wir sind beim Bäcker hängen geblieben.

Nach einigen Schnupper-Terminen stand meine Lehrstelle bald fest: eine kleine familiär geführte Bäckerei in Schönering (Nähe Wilhering)

Am Angang war es schon eine gewaltige Umstellung vom Schul-Alltag zur nächtlichen Bäcker- Arbeitswelt.

Schon bald entdeckte ich meine große Leidenschaft für das Brotbacken!

Mit viel Fleiß und Ehrgeiz beendete ich meine Lehre am 16.8.1990 mit der Lehrabschlussprüfung.

Ich blieb noch ein paar Jahre im Lehrbetrieb.

Um meine Fachkenntnisse zu verbessern, besuchte ich einige Kurse und Schulungen.

Um meine berufliche Karriere zu vervollständigen, machte ich am 26.3.2003 die Meisterprüfung für Bäcker.

Seitdem hat mich der Gedanke „Selbstständigkeit“ nicht mehr verlassen.  Aber es ging noch immer „das gewisse Etwas“ ab.

Mit den Jahren konnte ich in verschiedenen Betrieben immer etwas dazulernen.

Mit Hilfe vieler Fachbücher, Seminare und Gespräche mit Gleichgesinnten probierte ich verschiedenste Rezepte und Methoden mit Erfolg aus.

Endlich konnte ich meine Fähigkeit, gutes Brot und Gebäck mit höchster Qualität ohne Backhilfsmittel zu backen, zeigen!

Besonders das ursprüngliche und traditionelle Backen an alten Holzbacköfen weckte meine Leidenschaft noch mehr. Mit meinem Schwager baute ich 2017 deshalb sogar mein eigenes Brotbackhaus in unserem Garten.

 Am 21.Steptember 2021 war es dann soweit:

Mit meinen Partnern Felix und Peter eröffneten wir unsere eigene Bäckerei (www.manuell-brot.at) in Oberneukirchen - direkt am Marktplatz

 

Ziel erreicht!


 

 

 

geboren am 3.2.1967 in Freistadt/OÖ als zweites von vier Kindern des Ehepaares Gottfried und Gunthilde Kampelmüller, Böhmdorf 1, 4193 Reichenthal.

 

 

 

 

Ausbildung: 1973 – 1977 Volksschule in Reichenthal OÖ

1977 – 1981 Hauptschule in Reichenthal OÖ

1981 – 1984 Fachschule f. wirtschaftl. Frauenberufe Freistadt

1984 – 1986 HBLA f. wirtschaftl. Berufe in Perg OÖ

1986 Matura

1986 – 1993 Universität Salzburg

Studienrichtung: Deutsche Philologie und

Gewählte Fächer: Publizistik/Philosophie/Politik

1993 Sponsion: Diplomarbeit über das Phänomen „Jud Süß“ in Literatur und Film

1993 Aktueller Dienst ORF Landesstudio Salzburg

Reportertätigkeit, Gestaltung von Radio- und Fernsehbeiträgen

1999 Wechsel ins ORF-Zentrum nach Wien zu „Thema“ - Gestaltung von TV-Magazinbeiträgen

2014 Redakteurin für die Reportagesendungen „Am Schauplatz Gericht“ und „Am Schauplatz“

 

Schule prägt - Gedanken an die Hauptschulzeit in Reichenthal

von Gudrun Kampelmüller

 Meine Mutter, Gundi Kampelmüller, hat immer zu mir gesagt: „Lern was, denn das, was Du lernst, das kann Dir keiner nehmen“ – und dabei hat sie mit dem Zeigefinder immer auf den Kopf gezeigt – und weiter: „Was Du da drin hast, das gehört Dir“.

Wie oft denke ich an ihre Worte. Gerade jetzt, in Zeiten des Krieges, wo viele Menschen ihr gesamtes Hab und Gut verlieren. Oft bleibt ihnen nur das (kostbare) Kapital ihres Wissens, mit dem sie in einem fremden Land neu anfangen müssen.

Die Pflichtschule, also Volks- und Hauptschule, prägt einen ungemein. In meinem Fall habe ich diese acht Jahre in Reichenthal verbracht und ich kann sagen: „Es war eine gute Zeit!“
Lernen fiel mir nicht schwer, ich war ehrgeizig und wollte immer alles korrekt erledigen. Einzig die Mathematik war nicht so einfach für mich. Die Lehrkräfte habe ich als Autoritätspersonen gesehen und anerkannt.

Wenn ich an die Zeit zurückdenke, dann fallen mir Menschen ein, die mich beeindruckt haben: zum Beispiel Karl Jaksch, mein Deutschlehrer. Ich denke, er hat dazu beigetragen, dass ich immer schon gerne geschrieben und gelesen habe und letztendlich „Deutsche Philologie“ studiert habe. Er war ein zielstrebiger Lehrer mit klaren Ansagen, der uns gut durch die Jahre begleitet hat.
Marianne Hinterhölzl, mit ihrer tiefen, rauen Stimme hat sie in Strenge und Güte zugleich oft auf die „schlimmen“ Buben eingeredet, wenn sie wieder einmal zu wild durch die Klassen gestürmt sind und – was auch passiert ist – mit Tintenpatronen die Wände und Decken verunstaltet haben. Sie hatte eine coole Gelassenheit, aber trotzdem Durchsetzungsvermögen.
Direktor Mörzinger, der als „graue Eminenz“ kurze Rundgänge durch das Gebäude machte. Wenn man zu einer Besprechung in sein Arbeitszimmer „eingeladen“ wurde, dann musste man wirklich etwas Schlimmes angestellt haben.
Und dann war da noch der Schulwart Herr Preslmayer, mit einem blauen Arbeitsmantel, der eine Art Pforte gleich neben den Garderoben hatte. Mit Argusaugen kontrollierte er jeden Tag, ob die Schüler auch alle ihre Hauspatschen anhatten.
Alles in allem eine wirklich gute Zeit, ohne Internet, Handy und sozial media und – soweit ich mich erinnern kann – absolut ohne Mobbing!

Ich wünsche Dir, liebe Margit, und dem gesamten Team der MS Reichenthal viel Erfolg für Eure Vorhaben in der Zukunft! Der Lehrberuf ist und bleibt eine große Herausforderung und Eure Arbeit legt einen wichtigen Grundstein im Leben jedes einzelnen Schülers!

Herzliche Grüße aus Wien,

 

Gudrun